Tag 11 hatte nur 10 km.
Schlecht geschlafen in der Holzfällerhütte, das Bett dort war zu klein. Trotzdem erst um 8 aufgestanden, und nach doppeltem Kaffee voller Elan um 9 losgezogen. Ich sollte drei Grosse Moorgebiete durchqueren. Mit Gefrierbeuteln an den Schuhen hab ich dabei den Text von "A bear, a bear and a maiden fair" gelernt. Ich hab's geschafft, dass mein Füsse zu 70% trocken geblieben sind!
Zum Glück war die Strecke nicht lang und gegen Mittag erreiche ich den letzten Finnskog-Hof. Da treffe ich 4 norwegische Rentner, die vom Auto aus spazieren waren. Wir reden viel und sie haben mich eifrig durchgefüttert und mit Kaffee versorgt: Brot mit Wurst, Gebäck, eine Tafel Schokolade und eine Dose Fanta. An dem Brunnen dort hab ich mir 4 Liter Wasser mitgenommen.
Gegen 15 Uhr erreiche ich dann mein Tagesziel: die letzte Windschutzhütte vor dem Ende. Ich wollte noch nicht heute, gegen 19 Uhr da ankommen, sondern lieber morgen früh. Was für ein Reinfall: schlecht gebaut, zum Sitzen und nicht zum schlafen, und undicht!!! Als kurz nach Ankunft das fette Gewitter losbricht, fängt das überall durchs Dach zu tropfen. Gar nicht gemütlich, leider.
Um 20 Uhr startet das nächste Riesen-Gewitter und ich flüchte mich ein Stück weiter in mein Zelt.
Nun trommelt der Regen aufs Zelt, ich bin trocken (noch) und warm und futtere Süssigkeiten.
Ich hab seit ein paar Tagen kein Internet mehr, ich hab den schlechtesten Provider, O2, der 60 Euro Roaming Gebühren kassiert und mir nun kein Internet mehr liefert. Kein Whatsapp, keine Webseiten, kein Wetterbericht!! Ich erreiche nichts mehr. Also kann ich auch nichts ins Blog stellen, sorry.
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