Vom Camp-spot Nähe Rock Creek um 07:30 los, 6,3 Meilen (10 km) bis Burney Falls und von dort per Anhalter nach Burney. Um 13 Uhr war ich da.
Nach dem schönen und langen Tag gestern, hab ich gut geschlafen! Morgens im Zelt gemütlich gefrühstückt ( Kaffee, Haferflocken, Kekse, granola) und bin Richtung Zivilisation den Berg runter gelaufen.
Auch dieser Abschnitt war bildschön. Gestern Morgen noch abwechselnd zwischen Tannen und dichten Laubbäumen mit Farnen, änderte sich die Vegetation zunehmend zu Wäldern aus kleinen, verkrüppelten Eichen mit trockenem, goldenen Gras.
Der Boden ist hier vulkanischen Ursprungs, kleine schwarzen Kugeln, die zu orangerotem Staub zerfallen.
Ich habe unterdessen von 6 Leuten gehört, die in den letzten Tagen den Abschnitt mit dem Schnee übersprungen haben weil zu gefährlich/unwegsam.
Um 11 erreiche ich den Park Burney Falls. Das ist ein berühmter Wasserfall, allerdings wird dort gerade umgebaut, weswegen nur ein Teil des Parks geöffnet ist.
Der Ranger am Gate ist super freundlich und erklärt mir alles: "da Wasser holen, Müll kann das rein, rechts ist der Laden, die haben auch Eis. Und um in die Stadt zu kommen stellst du dich an dem Highway das hinten.". Ich nehme an, ich muss erschreckend ausgesehen haben.
Nach dem Eis stelle ich mich an die Straße und heute links das große Schild "Hiker to town" und rechts meinem Daumen in die Luft. Nach 15 Minuten nehmen mich 3 Mädels aus Argentinien mit.
Es fühlte sich sehr komisch, so waldverdreckt wir ich war in einem sauberen, gut riechenden Auto mit beigen Polstern und klassischer Musik zu sitzen. An der nächsten Kreuzung stellte ich mich wieder auf die Straße und wenige Minuten später saß ich in einem Truck, der mich nach Burney brachte.
Die Hitzewelle ist in vollem Gange: die sind knallt, heißes, schweres Licht, stärker als in Israel und die Temperatur pendelt sich auf 34 ° ein.
Burney ist so eine waschechte, urtypische, back-country US-Kleinstadt, wie im Bilderbuch.
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| Jede Stadt, die an sich hält, hat auch ne Bowlingbahn |
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| Typische, US-postfiliale |
Das Motel das ich gewählt habe, hatte ich in der Farout-app gefunden, die hätten einen speziellen hiker-Preis. Den Typen am Schalter musste ich erst daran erinnern. Aber nun zahle ich für die 2 Nächte so viel wie sonst eine.
Und das Zimmer ist toll: gepflegt und sauber, die Bettlaken glänzen weiß... Wir soll ich mich da rein legen?
Ich bin zuerst zur Post und hab meine neuen Schuhe abgeholt.
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| Die alten und die neuen |
Dann Gas-kanister und Regenhose gekauft. Und dann in Supermarkt.
Die Liste der Dinge die ich gekauft habe, nur um den Tag hier zu verbringen, spricht Bände:
1 Flasche Cola, eine gr. Dose "Berry & cream Cola", 2 Sorten je halber Liter isotonischer fruit-punsch, saure Würmer und "schweineschwarten-Chips mit BBQ Geschmack" zum Naschen, halben Liter Eiscreme, 1 Nektarine, einen Eimer voll fertig geschnittenem Obst und für den ersten Hunger 1 Dose Nudeln mit Fleischbällchen, 1 Dose refried beans und frisch gemachte Chicken Wings.
Vor der Tür meines Zimmers, im Schatten der Terrasse über mir, habe ich gegessen mir einem Eimer voll Eis geholt und meinen Becher randvoll mit Eis+Getränk literweise getrunken.
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| So kann man 40° überstehen :-) |
Ich freue mich angekommen zu sein, und freue mich auf das ausruhen im Zimmer. Allerdings fehlt mir der freie Himmel und der Raum um mich herum. Ich mag die geschlossene Tür nicht, weswegen ich draußen davor sitze. Die anderen Gäste kommen an, schließen sich ein, ziehen alles zu und man sieht die erst wieder wenn sie auschecken.
Endlich duschen. Nach 6 Tagen im Wald und dem Höllenritt durch die Manzanitas, hab ich das bitter nötig. Morgen werden meine Klamotten gewaschen.



























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