Fotos zum Bergslagsleden 2018

Fotos vom Bergslagsleden - Solo-Tour 400 km


Meine Kamera ist nach der ersten Woche auf dem Trail kaputt gegangen. Hundertmal den Handgriff gemacht und einmal falsch gegriffen, Kamera rutscht ab und fällt frontal mit der Linse auf einen Felsen. Verschluss ist verbogen, die Kamera ist nicht mehr zu benutzen. Die restlichen Fotos vom Trail musste ich mit dem Handy machen und die hatte ich gepostet...
Hier sind nun die Fotos aus der Kamera :)

1) Der Trail

Der Bergslagsleden ist 360 km lang und extrem gut beschildert. Jede Kreuzung oder Abzweigung ist in beide Marschrichtungen gut und deutlich markiert.

In einem Gebiet das übersät ist mit großen runden Felsen (einige so groß wie ein Haus) wird die Gegend "Troll-Höhen" und "Troll-Wald" genannt. Auch der Trail selber ist voller Felsen, was das Vorwärtskommen deutlich erschwert. Das geht fast einen ganzen Tag lang so. Die kleinen Felsen überall im Boden habe ich daher "Troll-Eier" getauft.


Im Wald ist wenig Wind. Wenn man dann an einen See kommt, wie diese Raststätte, ist das Wasser spiegelglatt. Der Platz war so schön, dass ich obwohl es noch nicht spät war, hiergeblieben bin und mein Camp aufgebaut habe für die Nacht. Wunderbarer Platz.


Man muss in Bewegung bleiben, sonst holen einen die Mücken ein, die es hier zu zig Tausenden gibt. Schade eigentlich weil so viele Plätze laden ein, mal stehen zu bleiben und die warme Luft einzuatmen und die Umgebung zu bestaunen.


Sonnenlicht ist von 4 Uhr morgens bis abends um 10 reichlich vorhanden. Dieses Foto ist im Abendlicht gemacht worden, wo ich nach einem langen Tag auf der Suche bin nach einem Platz wo ich mein Zelt aufschlagen kann bevor es dunkel (und kühl) wird.


Auf einen Sonnenuntergang muss man bist 23 Uhr warten :) Dann allerdings ist die Belohnung groß. Hier wird auf der Feuerstelle noch mal ein Liter Tee gekocht, während der Mond sich auf der Oberfläche des Sees spiegelt. Das Feuer hält die Mücken fern.


Die Schweden lieben und genießen ihre Natur sehr. Viele schöne Stellen haben diese Rastplätze wo es eine Feuerstelle und Sitzmöglichkeiten gibt. Wenn ich nach stundenlangem Laufen plötzlich an so einen Platz komme, bin ich so erleichtert und freue mich tierisch auf die nun folgende Pause.


Trotz der großen Hitze 2018 bietet der Wald immer wieder Strecken mit Schatten und kühler Luft. Gerade wenn ich eine Anhöhe erstiegen habe weht oben manchmal sogar ein bisschen Wind. 


Auf jeden bekannten Trail gehört "Trail-Art" einfach dazu. Die Wanderer nehmen sich Zeit kuriose Skulpturen und Steintürme zu bauen, aus den Materialien die überall herumliegen. Wenn ich an solchen Beispielen von "Trail-Art" vorbeikomme, muss ich lächeln und an die Leute vor mir denken, die das erstellt haben.


 
Schweden ist übersät von Tausenden kleiner und größerer Seen. Wasser ist definitiv nicht knapp. Ich habe zwar immer gefiltert aber die schwedischen Wanderer trinken meist direkt aus den Seen.


Während in Deutschland die Waldstücke meist künstlich angelegt sind und sie fühlen sich daher immer gleich an. In einem naturbelassenen Wald, besonders einer der sich wie man hier sieht hunderte Kilometer in alle Richtungen erstreckt, ist der Abstand der Bäume meist viel größer als wir es gewohnt sind. Alle 10 bis 15 Minuten ändert sich der "Look & Feel" drastisch. Die Lichtverhältnisse, der Bodenbelag, der Geruch und die Temperatur der Luft scheinen nie gleich zu sein. 


Der Nachmittag neigt sich dem Ende zu und ich erreiche wieder einen See. Ich erkenne einen weiteren Rastplatz mit Feuerstelle und Windschutzhütte. Nur diesmal ist er voller Menschen die hier baden. Ohh, ich will auch!!!

Je weiter der Abend (und der Sonnenuntergang) fortschreitet, wird der Platz leerer, bis ich wieder allein bin und den Strand, den Rastplatz und den riesigen See für mich allein habe.


Diesmal warte ich bis zum Sonnenuntergang (bis 23 Uhr) denn was ich hier erlebe ist atemberaubend schön. Die windstille Luft ist noch warm, nach dem Sprung in den See bin ich sauber und glücklich. Ich sitze nur still da, lausche den Geräuschen des Waldes und fühle mich so stark an diese Welt, an den Himmel und den Boden gebunden wie nie zuvor.




Ist es nicht langweilig, wochenlang nur durch den Wald zu wandern? Das werde ich oft gefragt. Die Antwort ist nein. Definitiv nicht. Man muss seinen Blick auf andere Dinge richten, als die die man gewohnt ist (Informationsflut in der Zivilisation) und eher auf die kleinen Dinge achten und die subtilen, die im Wald plötzlich ganz deutlich hervortreten: Temperatur, Feuchtigkeit und Geruch der Luft, Geräusche von Tieren und Pflanzen die man über das gesamte Tal hört, Farben und Untergrund des Waldes, die sich ständig verändern. Nicht. Langweilig. :)

2) Die Ausrüstung

Als Langstreckenwanderer bin ich natürlich mega-stolz auf meine Ausrüstung. Die meisten Teile liebe ich denn erstens sind sie das einzige was ich dabei habe und das einzige worauf ich mich verlassen kann. Bei ein paar Teilen muss ich mich erst noch dran gewöhnen und herausfinden ob sie das bieten was sie versprechen :)

Spontane Pause mitten auf dem Trail. Es ist ein tolles Gefühl, alles was man braucht dabei zu haben. Irgendwann schultert man einfach den gepackten Rucksack wieder, und es geht weiter zu unbekannten Gebieten. Was steckt wohl hinter dem nächsten Baum, dem nächsten Tal? Egal was passiert, ich habe alles dabei. Mobiles Wohnen :)


Zu Beginn ist das "häuslich etablieren" an einem neuen Camp-Spot noch ungewohnt. Nach ein paar Wochen sitzt jeder Handgriff und die Ausrüstungs-Gegenstände landen immer auf derselben Position. So vermindert man auch das Risiko, etwas zu verlieren oder zu vergessen (eines der Schlimmsten Dinge, die einem auf dem Trail passieren kann).
Hier sieht man meine morgendliches Frühstücken :) 7 Uhr morgens, Kaffee wird gekocht, links im Bild steht die Tüte mit dem Müsli, Zelt und Rucksack sind schon eingepackt, weil gleich geht es wieder los und weiter!



Viel Platz brauche ich nicht für einen guten Camp-Spot: 2x3 meter, eine möglichst ebene Fläche. Natürlich mit Vorliebe ein Platz der sowohl geschützt ist und trotzdem eine tolle Aussicht hat!
Mein Zelt (Skyscape Trekker von SixMoonDesigns) wiegt 800 gramm. Mit seiner 2,60 meter langen Liegefläche passe auch ich da gut rein. Man kann die 8 cm hohe "Wanne" sehen, die als Sturzwasser- und Regenschutz gilt. Wenn die Seitenwände wie hier hochgespant sind, liegt man praktisch in einem durchsichtigen Moskitonetz und hat wunderbare Sicht in alle Richtungen. Ich habe in den 16 Nächten immer offen geschlafen. Nur bei Regen hätte ich die Seitenwände runtergelassen. 
Innen im Zelt. Rot ist mein Schlafsack, gelb die Isomatte. Blau ist mein Kleider-Sack, Schwarz am Fußende mein Rucksack. Draußen stehen mein Kochtopf, 2 Gaszylinder und 3 von den 4 Wasserflaschen.


Ich will beim Wandern so wenig wie möglich anhalten (außer bei Pausen). Daher muss der Rucksack so gepackt sein, dass man ohne ihn abzunehmen, alles notwendige schnell erreichen kann. Hier sieht man mein "Cockpit".
Rechts hängt an dem lila Karabinerhaken mein Kompass. In der Brusttasche sind Feuerzeug, Moskito-Kopfnetz und Anti-Mücken-Öl. Links hängt meine Bandana, zum Gesicht ab- und Spinnweben weg-wischen, als Atemschutz bei Staub oder Sonnenschutz im Nacken, ein extrem vielseitiges Ausrüstungsstück. Am linken Karabiner hängt mein "Juju", ein Bildnis der heiligen Fatima, von meiner Frau. Von meiner Tochter habe ich ein rosanes Haargummi und ein Abzeichen von Nissan (tja..). Wenn man wochenlang allein im Wald ist hat Aberglaube und Symbolik einen hohen Stellenwert :)
Ganz links am Rucksack hängt mein Aschenbecher (Plastiktüte mit Ikea-Klappverschluss) und man sieht die Wasserflasche, die ich im Laufen unterm Arm herausziehen kann. Über den Rucksack gespannt ist mein Solar-Panel, das meine Powerbank (im Deckelfach verstaut) wieder auffüllt. Bei dem guten Wetter Mai/Juni 2018 habe ich 16 Tage lang keine Steckdose gebraucht!


Der womöglich wichtigste Ausrüstungsgegenstand bei Langstrecken-Wanderungen: gute Schuhe! Ich habe dieses Jahr Salomon-Schuhe vom Modell X Ultra 3 verwendet. Leicht, extrem guter Grip, fest und stabil, sogar hübsch und vor allem Luftdurchlässig & atmungsaktiv. Die  Bindung ist ohne Knoten und hat keine Schlaufen wo etwas drin stecken bleiben könnte. 
Letztes Jahr bin ich mit GoreText-Schuhen gelaufen (Salomon XA Pro 3D, GTX), das mache ich nie wieder. Denn Schuhe werden immer irgendwann mal nass. Bei den GTX-Schuhen läuft das Wasser oben am Schaft rein - und geht nie wieder raus. Bei den Ultras kann man bei jedem Schritt den Wind spüren, wie er unter den Socken durchfährt. Wasser in den Schuhen verdunstet tatsächlich relativ schnell...  feuchte Socken sind tausend mal besser als pitschnasse! :)


Kurz vor dem Abendessen. Die Hälfte des Gewichts das ich trage, macht das Essen aus und wird in den 2 blauen Taschen verstaut. Der große Deuter Dry-Bag ist Wasser- und Luftdicht und soll angeblich auch den Geruch halten. 
Nicht immer hat meine Küche eine echte, erhobene Sitzfläche, sogar mit integriertem Schneidebrett. Mein Wohnzimmer ist immer ähnlich aufgebaut und meine Terrasse ist die größte der Welt :)
Ich trage 30 Meter Paracord, halb so dünn wie ein Bleistift, hat eine Haltekraft von 550 Kilo und wiegt 55g. Da hängt gerade meine frisch gewaschenen Klamotten dran.
Unter dem Zelt liegt eine zugeschnittene weiße Tyvek-Folie. 100 Gramm schwer, dünn wie Klopapier aber unkaputtbar und wasserfest soll dieser "Footprint" meinen Zeltunterboden vor Schäden und mich vor nassen Überraschungen schützen.


Soo viel Platz habe ich in meinem 800g 1-Person-Zelt. Am Fußende immer noch 40 cm Luft, breit genug um auch meinen Rucksack im Zelt zu lagern. Die Position der einzelnen Ausrüstungsgegenstände ist immer gleich und hat sich so etabliert: Wanderklamotten am Fußende, Fuß drauflegen. Am linken Knie der Rucksack. Die Daunenjacke in blau kommt dann in den Klamotten-Sack und dient als Kopfkissen. Kosmetik- und Hygienepack liegt am rechten Knie. Elektronik linke Schulter, Brille, Kugelschreiber, Block und Karten an der rechten Schulter. 
Wie erwähnt schlafe ich immer wenn möglich mit offenem Zelt (Seitenwände weg), da ist die Aussicht einfach dauerhaft zu genießen.

3) Jetlag im Einsatz

Nur die Landschaft zu fotografieren ist eine Sache. Aber erst wenn man die Person(en) mit abbildet kann der Bezug richtig hergestellt werden. Und zweitens kann ich so sehen dass ich nicht geträumt habe sondern tatsächlich da war :)


Jetlag mit aufgespanntem "Rig", irgendwo im endlosen Wald. Deutlich happy :)


Wenn man tagelang Waldboden unter den Füßen hat ist das plötzliche Auftauchen einer "echten" Strasse fast ein Kultur-Schock! 


Nach einem langen anstrengenden Tag bin ich heilfroh ein Platz für mein Zelt gefunden zu haben. Jetzt wird erstmal ordentlich was gegessen und dann schlafen. 
Bisher bin ich immer trotz der Helligkeit an schwedischen Sommer-Abenden sofort eingeschlafen und habe volle 8 Stunden durchgeschlafen. Mein Körper braucht die Erholung.

Abends nochmal den Blog aktualisiert und dann brauche ich nichts mehr zu tun. Einfach daliegen, und ausruhen. Man sieht hier nochmal gut wie "durchsichtig" mein Zelt ist. Hier am Kopfende gibt es fast nichts mehr, was die Aussicht stört, auch nach oben nicht, wo ich die Baumwipfel beobachten kann. Die Luft geht widerstandslos durch das Zelt (die Mücken werden rausgefiltert) so dass auch alle Geräusche unverfälscht ins Zelt gelangen. Es ist so still im tiefen Wald, keine Motoren, Musik oder Stimmen, nur die Natur pur. Jeder Vogel der piept, jeder Fisch der springt, hört man im ganzen Tal, auch wenn am anderen Ufer ein Reh (oder so) raschelt. Wunderbar!


Es war dieses Jahr so warm, dass auch das Wasser der Seen gut zum Baden war. Was für ein tolles  Gefühl, ein Riesen-See, weit und breit keine Menschen (oder Häuser). 
Mein See! und ich bin der einzige Mensch auf der Welt :)


Es ist dasselbe wunderbare Gefühl, wenn man oben auf einem Berg steht (Hügel?), sich in jede Richtung die "Haut der Welt" (der Wald) erstreckt bis zum Horizont, nicht ein Haus zu sehen ist und über mir der riesige Himmel, ungefiltert, unverbaut. Der Geruch dieser frischen, unverschmutzten Luft ist der Hammer! 
Es ist anstrengend so lange Strecken zu Fuß zu bewältigen, und es dauert seine Zeit, aber man erreicht Orte die sonst fast niemand je zu sehen bekommt. Das ist das wunderbare am Wandern!

Tag 16 - 16,3 km - die Zivilisation hat mich wieder

Früh aufgestanden, nachdem ich ganz wunderbar auf dem Waldboden geschlafen hatte. Meine Sachen gepackt und den letzten Kaffee mit Seewasser gekocht. Und gleich noch 2 Liter gefiltert zum mitnehmen. Ein letzter Blick auf den See und los geht's.



Schnell ist der Waldboden Kiesstraßen gewichten. Obwohl ich eigentlich langsam laufen wollte stellt dich der Postkarten-Modus nicht ein. Ich laufe einfach durch, über den Berg und wieder runter. Das Barometer fällt

Kettenfahrzeuge...muahaha


Um 12 erreiche ich die ersten Häuser. Noch eine Stunde weiter geht's über heissen Asphalt, bis zum nächsten Burger-Laden.
Im menschenleeren Bahnhof warte ich nun auf den nächsten Zug. Riesige Gewitterwolken brodeln und brummeln über mir. Es wird Zeit, den Ort zu verlassen.

Als ich im Zug sitze und die Wildnis verlasse bricht das Gewitter los.  Draussen vor dem Fenster rauscht der Wald vorbei und die dunklen Seen. Das Gewitter peitscht das Wasser auf, ein harter Wind schüttelt die Bäume. Die einzelnen Ecken, die im Vorbeifahren aufblitzen, ich kenne sie, ich weiß wie sie sich anfühlen, ich weiß wie sie riechen...
Es war so toll im Wald! Danke. Mir ist wehmütig bei diesem so plötzlichen Abschied.

Kurz vor 18 Uhr bin ich in Stockholm. Verwirrende Strassen über- und untereinander, so viele Menschen, so viele Autos. Ich glaube ich nehme jetzt schon den Bus nach Hamburg.. ein letztes mal versuche ich einen alten schulfreund zu kontaktieren und - er nimmt ab, und stimmt zu, mich zu treffen.
Einen gemütlichen Abend durfte ich im Haus meines Freundes verbringen, was irgendwie ein nettes Abklingen dieser beeindruckenden Reise ist
Morgen spaziere ich in Stockholm herum und warte auf den Bus.

Tag 15 - 11,2 km - die ruhige Kugel

Es war morgens schon ruhig. Ich hab mir Zeit gelassen zu sortieren und zu überlegen. 



irgendwann wollte ich weiter, wusste aber nicht wohin Um 10 stand die Entscheidung fest: ich würde nur 5 km weiter bis an den nächsten See (der letzte vor der Stadt). Also schnell einpacken, ein letztes Checken, ein letzter Blick. Umdrehen und loslaufen. So war es 15 Tage lang das gleiche. Und erstaunlich dieses Gefühl, ich hab alles dabei, ich komme nie wieder zurück und ich bin gespannt was heute kommt. Es kribbelt mir in den Beinen und es tut gut in Bewegung zu kommen.





Kurz war die Strecke, hab aber beim Aufstieg einen blauen Stein gefunden. Der See hatte einen tollen badeplatz aber mit einer Familie belegt. Also bin ich zur anderen Seite, am Ufer entlang. Erst 3 km weiter fand ich den Platz um mein Zelt aufzustellen. 



Ich teile mir den Platz mit einem Rentner-Paar, die mit Wohnwagen etc eine Nacht dort verbringen wollen. "Wegen der Aussicht".

Ich laufe nach dem Mittag essen zum Nachbar-See aber der ist nicht so hübsch. Also mache ich mir einen faulen Tag.  Ich nasche viel, und sitze stundenlang am Ufer des Sees.





Morgen wird nochmal gepustet, über den Berg, der noch im Weg steht, und in die Stadt zurück in die Zivilisation.. 


Tag 14 - 29,5 km Bushwhacking !

Krasser Tag. Ich hatte mir eine Strecke ausgesucht, die mich in die schwedische "Wildermess" bringen würde. 



Der erste Abschnitt war relativ gut zu begehen und es war anders ni it mehr dem deutlichen und gut markierten weg vom Bergslagsleden zu folgen.

Der zweite Abschnitt war die Hölle. Der trail war kaum mehr als eine Ahnung, Markierungen waren verwirrend oder nicht vorhanden. Ich bin 10-12 Kilometer quer durch den wilden Wald gekrakselt. Hüfthoch durch Büsche, Unterholz und Morast. Ohne mein GPS auf dem Handy wäre ich ziemlich am A..



Spät am Abend erst erreichte ich planmäßig den Europa-Wanderweg E1, der der Wichita in Hsmburg vorbeiläuft. Bis ich ein Platz um mein Zelt aufbauen zu können, hat es noch bis 19:30 gedauert. 11,5 Stunden bin ich gelaufen und ich bin ko und meine Füsse tun weh. 



Nach einem lecker Topf nudeln, mache ich mir jetzt einen Kaffee und kuschel mich in mein Schlafsack. Ich kann den Sonnenuntergang live miterleben.

Tag 13 - die letzten 27 km und...GESCHAFFT!

Ich hab's geschafft!! Ich hab um 18:45 den Terminal erreicht. 280 km ist der offizielle Teil des Trails, und er gehört mir. 😄

Nach den ich gestern noch hart gepusht habe und meine bisher längste Strecke "in the wild" (Übungsstrecke Heide gilt nicht) und mit ihr 32 km geschafft habe, hatte ich mein Zelt ganz oben auf dem Berg aufgestellt. Ich hab super geschlafen und bin erst spät aufgestanden. Die Sonne schien in mein Zelt und ich hatte eine grandiose Aussicht. Nach doppeltem Kaffee und umsortieren bin ich dann um 10 los und habe um 11 das vorletzte Etappenziel erreicht. Dort nur Wasser aufgefüllt und selber 1,5 Liter getrunken.



Gegen 13 Uhr treffe ich mitten in einem Sumpfgebiet auf den "Riesen mit den kleinen Hunden".  Auf den Planken stehend, die hier den schmalen Trail definieren stehen wir uns gut 30 Minuten gegenüber bis wir unseren Weg fortsetzen. 



Er, 2 Meter hoch, kahlgeschoren und ganz in Army-grün (sogar der Rucksack war so ein riesiges Teil der Armee). Die Oberarme so dick wie mein Brustkorb. Dieser Hüne hatte ein rundes Baby-Gesicht und 2 winzige, braune Hunde dabei, den einen trug er auf dem Arm, weil der Hund Angst vor Ameisen hatte. Die 3 machten einen Tagesausflug auf der letzten Etappe des Bergslagsleden.



Um 18:45 komme ich dann endlich am Terminal an.Als ich unter dem Schild stehe und wie bei jeder der 17 Etappen mit meinem Stock erst den Namen dann den Namen des Trails abklackere, überkommen mich die Emotionen: ich lache, ich jubele und ich fang an zu heulen.


12 Tage und 9 Stunden, habe ich gebraucht. Auf dem Trail waren es 280, off und Schwenket, die ich gelaufen bin, waren es bisher 326 durchgelittene Kilometer.

Nun bin ich in Kloten, ein Dorf mitten im Wald. Es gibt von hier kein Transport raus. Man könne mir ein Taxi rufen. 

Ich habe mir heute den Luxus eines echten Bettes gegönnt, und übernachte hier in der Wilderness Lodge. Der Besitzer Michael, ein ehemaliger Surfer und Südamerika-Abenteurer, der in Peru seine Frau kennengelernt hat und vor 16 Jahren hier mit der Herberge im Wald und einem kleinen Souvenir-Shop anfing. Skurril, sein Läden hängt voller Indianerschmuck, Alpaca-Pullis und weiteren typischen Dingen aus Südamerika. Das führte jedenfalls zu sehr interessanten Gesprächen. 
Teuer ist er...Das Zimmer ist nicht billig, aber da Schlafsack nicht erlaubt ist, kostet Bettzeug noch mal extra. (Auch wenn ich der einzige Gast bin) Frühstück? Gibt es, aber kostet extra. 
Bett und Dusche nehme ich dankbar an, Frühstück lasse ich weg.



Und wie geht's weiter? Ich Ziege morgen weiter in den Wald. Erst einen Tag lang in nordöstlicher Richtung, dann einen Tag nach Nordwesten und schliesslich einen Tag lang nach Norden. Dann sollte ich die Stadt Smedjebacken erreichen, wo es Züge nach Stockholm gibt. Von dort fährt in ein paar Tagen mein Bus.

Tag 12 - 32 km

Oh Gott es war so bitterkalt heute morgen!!!
5 Grad als ich aufgewacht bin. Als ich gepackt und los gelaufen bin, zeigte meine Uhr kurz nach 9... Ich nö dachte ich, verspäteter Start . Aber meine Uhr hatte sich nur verdreht, in Wirklichkeit war es erst sieben. 

Und ja, ich mache nichts anderes, bloß laufen, den ganzen Tag lang und seh sie Landschaft an mir vorbei schweben. Und was Dur wunderschöne Orte ich finde.



Aber der Trail fordert auch. Gerade die ersten 5 Tage, waren sehr schwer. Ich hatte mich ständig darauf konzentriert Strecken zu schaffen, und bin dabei die ganze Zeit angekantet. Jeder Stein, jede Wurzel, Bämm! Ich bin gegen geknallt. War natürlich hart auf sie Füsse... Jeder Abschnitt hat seinen Rhytmus und braucht seine spezielle Gangart. Es hat 10 Tage gedauert, bis ich die richtige Gangart gefunden habe. Aber das Ding ist, man muss ständig pushen. Und es tut ständig weh.



Ich musste heute durch einen Abschnitt mit Sturmriss. Vor ein paar Tagen sind hier mehrere dutzend Bäume umgekippt, mitten auf den Trail. Hoher als ich lagen die Bäume quer, und ich musste mich dort mit intensiver Tuchfühlung ganz langsam vorarbeiten. Dabei hat ein Stoss/Ast in meine linke Mesh-Tasche am Rucksack ein Grosses Loch gerissen.



Um 14:30 landete ich in Stjärnfors Cafe, das seit 2 Tagen existiert. Guter Kaffee , lecker Cookies und wie die Besitzerin anbot "we have food-pie too if your hungry"





Insgesamt 5 Berge bin ich heute hochgeklettert. Ab 16:30 nur noch gepusht. Meine Blase rebelliert aber sie wird meist ignoriert. Nun liege ich auf dem Gipfel des 5ten Berges und um mich pfeift der Wind. Dafür habe ich den riesigsten Himmel überall um mich herum!


Tag 11 - 27 km

Heute morgen waren es 6 Grad!! 
Zum Glück passt auch hier meine Ausrüstung. Mein Schlafsack kuschelig warm, nur daraus zu steigen und umziehen, das war hart.

Heute bin ich schon im 07:00 auf dem Trail. Es geht immer besser, auch das Laufen ohne ständig anzuhalten. Ich bin stärker und ausdauernder und werfe mich mit Elan an die schwierigen Stellen. Und solche gibsd oft. Anstrengend!!!!

10 Uhr Frühstück und ich treffe einen schwedischen day-hiker. Gegen 12 treffe in einer Kurve Winfried. Der kurze und stämmige  Rentner aus Deutschland hat sich vorgenommen 16 Tage lang den Bergslagsleden zu wandern... Er ist vor 3 Tagen im Norden gestartet und war noch ganz aufgeregt. Wir hatten einen netten  Plauschen in unserer Kurve.



Um  halb zwei erreiche ich das Etappenziel Nyberget, fülle mein Wasser auf und kümmere mich eine Stunde lang um meine Füße. Der hotspot den ich nun schon seit Tag 3 Mut mir trage ist unterdessen zu einer daumengrossen Blase geworden, direkt unterm 2ten Zeh. Behandelt, eingepackt und weiter geht's.



Es ist jetzt schon / noch kalt, als ich um 18 Uhr meinen Camp Spot erreiche. Schön und bekannt dafür, treffe ich auf dem Weg dahin weitere Abenteurer. Ein deutsches Pärchen Mut Boxer touren in ihrem Truck durch Europa: "Sehnsucht und Freiheit" steht auf dem abenteuerlichen aber hochmodernen Fahrzeug.  Die Fitzmanns, die eine halbe Stunde später auf dem Traum sitzen, sind mit dem VW-Bus seit 10 Monaten unterwegs, auch Deutsche 😊



Nun sitze ich bei Nüssen, Schokokeksen und Boeuf Stroganov, im Windschatten. Dieser schaffe Nordwind soll erst morgen drehen, es wird diese Nacht nochmal bitter kalt.

Tag 10 - 29 km und die 200er Marke erreicht

Bin 7:30 los. Es soll nur heute noch warm bleiben. 
Ich trödel ziemlich, lasse mich treiben, geniesse die Wildnis.



Ich finde den "Grossen Berg" und die Feen-Quelle, wo es das tollste Wasser des Waldes gibt. Für die ersten 5 Kilometer brauche ich 3 Stunden. 


Erst um 15:00 mache ich Mittag, wobei ich 2 mal vorher schon kleinere Snacks Pausen gemacht habe. Um 17:30 pushe ich noch mal bis 20:30 und schaffe 29 Kilometer. 



Am Ortsausgang sehr ich einen Strand mit ein paar Booten. Genau da werde ich campen. Ich gehe keinen Schritt weiter. Der Strand liegt im Winfscgatten des scharfen Nordwindes, der diese Tage durch die Wälder fegt. Es soll heute Nacht 6 Grad werden und morgen Max 18. Bibber?

Tag 9 - 18 km und Resupply

An meinem Camp Spot am See habe ich mir heute Zeit gelassen. Um 7 aufgestanden habe ich in Ruhe inventarisiert und gewaschen. 
Gestern Abend kam noch mal Besuch an mein Camp: eine alte, kleine schrullige Ureinwohnerin kam um ihre Hunde schwimmen zu lassen. An den Füssen bemalte Holz-Crocs, auf dem Kopf einen umgestülpten Farnwedel. Eine interessante Begegnung. 

Um 12 habe ich dann den Trail verlassen, um die 10 Tausend Einwohner Stadt Nora zu erreichen
Dort gibt es einen riesigen Supermarkt. Ich habe mir für ein paar weitere Tage essen besorgt und mir allerlei verrücktes Zeug gekauft. Die hatten so eine Salatbar, egal was für 15 Euro das Kilo. Ich hab meine Schale gefüllt mit Ananas, Melone und Mango. Dazu Käse und Shrimps. Verbunden mit Brot, Salami, Schokolade und Cola, war es ein merkwürdiges aber reiches Mittagessen. Mit erneut schwerem Rucksack machte ich mich nach 3 Stunden auf den weg zurück in den Wald. 
8 Kilometer weiter habe ich auf einer weichen Wiese mein Camp aufgeschlagen. Meine Aussicht: nur Bäume. Aus meinen Vorräten gab's dann Curry Reis mal 2. Dazu Brot, Cabanossi, Bananen und gesalzene Cashews.
Durst hatte ich, bin aber knapp mit meinem Wasservorrat. Einen halben Liter hab ich noch für Morgen. 

Meine Füsse sind das Limit. Die machen als erste schlapp und schmerzen. wenn die mich nicht zwingen würden anzuhalten um mich um sie zu kümmern, könnte ich den ganzen Tag laufen. Ich bin so froh hier draussen zu sein.
Die nächsten Tage ist alles offen. Ich werde laufen, wohin es mich trägt. Und solange ich noch Strom / Internet habe, auch hier im Blog posten.


Gute Nacht

Tag 8 - 22,5 km das Reisen beginnt

Ja Wahnsinn. Ich bin überglücklich hier zu sein. Hier draußen im Wald. 

Habe heute morgen mein Camp auf der Wiese um 07:30 Uhr verlassen. Die Berge runter durch Felsschluchten und uralte Wälder, erlebe ich einen der schönsten Abschnitte, die ich je gesehen habe. Der bunte Wald. Ein lichter, duftender Wald aus Kiefern, die nur oben Nadeln haben. Der Pfad ist rotbraun, der Boden mit grünem Gras oder Farn bedeckt, helle Stämme die viel Licht durchlassen, und dann ganz eben, immer geradeaus. Wunderbar. Ich könnte das den ganzen Tag machen. 



Schon um 10 erreiche ich das "Cafe am Straßenrand". Unterdessen an die autobhan mit grossem Parkplatz angebunden steht ein charmantes altes Haus. Doof, dass sie heute erst um 12 aufmachen. Ich fülle mein Wasser auf, leere meine Mülltuten und warte. Nach ner Weile frage ich nach den "Lunchpaketen für Wanderer" doch die Angestellte versteht mich nicht und ruft die Besitzerin. Und in dem kleinen Fenster erscheinen 2 strahlend blaue Augen, ein rundliches Gesicht und ein riesiges Lachen im Gesicht: die glorreiche Carola. Und ich, der gerade aus dem Wald komme sehe sie und sage: du hast aber ein freundliches Gesicht, ich bin froh dich zu sehen! 


Sie lacht und weiss sofort was zu tun ist: will ich ein Sandwich? Ich kann hier auch richtig essen, will ich für ein oder zwei Tage.was haben? Sie macht extra wegen mir je Stunde früher auf. Wir einigen uns auf folgendes: hier vom Buffet warmes Mittagessen und eins zum mitnehmen, plus ein Teller Salat auch zum mitnehmen,  ausserdem ne Cola und ein Eis. Ich bleibe 3 Stunden. 



Zwei Day-hiker, die von Norden her kommen erzählen mir, dass gestern Abend auf meinem weg ein Waldbrand stattgefunden hat. Die Feuerwehr sei südlich von Nora im Einsatz.

Ich halte den ganzen restlichen Tag Ausschau nach Feuer oder Brandgeruch, kann aber nichts erkennen. Ich laufe bis zu dem See, den ich um 16 Uhr schon erreiche, da ist der camp Spot nicht schön, der See ist zugewachsen, man kommt nicht ans Wasser. Also 5 km weiter den anderen Camp Spot - und der ist toll! Trocken, sonnig, der See direkt mit eigenen Mini-Strand versehen, das Wasser (zwar braun aber) kristallklar, voller Fische. Und ich hab einen guten Platz für mein Zelt gefunden. 
Und hier habe zum zweiten mal ein Festessen mit Salat und gebratenem Fleisch und ein halbes Dutzend von Carolas Haferkeksen. Das ist doch mein letzter Earl Grey für den Sonnenuntergang wert, oder?



Mein Rucksack hat nun ein gutes Gewicht, bzw meine Muskeln haben nun alle Kraft. Ich kann den ganzen Tag laufen. Und es bringt spass. Mit der Trittsicherheit bin ich noch am arbeiten (das wird wohl das Motto dieser Wanderung: "find your footing"), aber ich Reise durch eine (Wald-) Landschaft nach der anderen und mag gar nicht mehr aufhören. 



Und ich rede mit mir selbst, meist auf englisch. Erst hatte ich nur geflüstert, weil so viele Leute in der Nähe waren, aber auf dem trail ist kaum noch jemand zu sehen. Auch sollen Raubtiere eher das Interesse verlieren, wenn die Beute spricht 😊

Morgen werde ich zum Supermarkt von Nora. Und mir vorher überlegen, was ich eigentlich als Resupply brauche. Die Wahrheit ist: nichts wirklich wichtiges. Ich werde morgen die 2te Hälfte meiner Reise planen und entsprechend mit meinem Inventar abgleichen. Ich hab noch essen für 6 oder 7 Tage, glaube ich. Mal schauen. 

Tag 7 - 21 km und die Hälfte ist geschafft.

Es war so kalt heute morgen!! Ich war schon um 6 wach, aber ich habe so lange gewartet bis die Sonne über die Baumwipfel in mein Zelt schien. So eine schöne Aussicht.



Nach einem ausgiebigen Frühstück bin ich vor 9 losgezogen. Zuerst passierte ich ein Öko-Park mit einem resort. Zig Wanderwege kreutzten den Trail und ich bin mehrmals ganzen Schulklassen begegnet. Nix wie durch. Gut war dass die Landschaft wundervoll war. 
Dann passierte ich eine Motor-show wo das Highlight ein Rennen von solchen Quad-Motorräder war. Direkt auf dem Festgelände hab ich meinen Wasser Vorrat aufgefrischt. 

Bin dann insgesamt 8,5 Stunden unterwegs gewesen, mit nur wenigen kurzen Pausen. Ich ging durch das Tal der Steintrolle und wanderte durch einen langen grünen Tunnel, wo ich zu den Seiten Max 3 m Sicht habe, so dicht ist der Wald. 



Der trail und die Landschaft wird wilder, einsamer. Der Boden ist sehr schwer begehbar, wenn es nicht die ganzen Baumwurzeln sind, sind es die abertausenden von runden Felsen, die die Wanderung zu einer Kletterpartie mit grosser umknick-wahrscheinlichkeit machen.
Ich hab diese großen Steine "Trolleier " getauft.

Ich habe die Hälfte geschafft. Offizielle Trail-Kilometer bin ich bei 145 km, ich selbst bisher 176 km.



In 2 Tagen sollte ich meinen resupply-Punkt erreichen (bei 170 km kann ich in die Stadt Nora, wo es einen Supermarkt gibt.) Und ich habe noch so viel Essen. Ich hab, wie letztes Jahr auch, viel zu viel mitgenommen.
Ich denke den halben Tag an Hamburger, bratwurst und Pommes!! Hehe. 
Übrigens habe ich diese Erbswurst, die mir der thru-hiker Stefan gegeben hat, ausprobiert. Und ja, du hattest recht, sie ist super lecker!



Zelten tue ich heute Nacht auf einer Wiese, direkt am Trail, hoffentlich wird's nicht so kalt.

Tag 6 - 29 km und meine kamera ist kaputt

Habe bis 7 geschlafen dort am Strand, wollte gar nicht aus meinem Schlafsack raus. 
Unterdessen habe ich mehr Routine im auf- und Abbau meines camps, die Dinge haben alle ihren Platz und ihre Reihenfolge im Rucksack. Der ist kleiner und etwas leichter geworden.
Auch das wandern ist leichter geworden. Meine Beine sind so irre stark, und meine schultern tun nur noch ein bisschen weh. ( morgens, denn jetzt gerade wo ich das schreibe, 21 Uhr, schreien die wieder vor schmerz, und meine Füsse glühen.) Der Trail ist echt schön, die Landschaft urig und die Natur atemberaubend. Und das Wetter spielt mit. Und ich fliege durch den Wald. 😊



Gegen 12 bin ich am Etappenziel Leken, oben auf nem Felsen und schiesse wundersame Selfies, da fällt mir die Kamera runter und ist kaputt....Sie ist direkt auch den verschlussmechanismus vor der Linse gefallen. Wie Schade, keine Fotos mehr.

Ich ziehe weiter und erreiche einen traumhaften Camp spot am See, und marche dort zw 14 und 15 Uhr Mittagspause. Nach einer Weile Krieg ich Besuch: ein junges Pärchen das sich einen schönen Nachmittag machen will...wir plaudern eine halbe Stunde.



Als die weg sind, taucht Stefan auf, ein anderer thru-hiker!!!! Ultraleicht unterwegs mit 2 dünnen Carbon-Stöckern und höchstens 5 kg, im winzigen Rucksack. Er ist auch vor 6 Tagen gestartet, von Norden aus. Er wird den trail in 10 oder 11 Tagen schaffen. Vor mir sind nur 2 Mädchen, die eine davon, Christine, will bis zum Nordcap, beide sind ein paar Tage voraus. Auch die Mücken werden schlimmer, je weiter es nach Norden geht. Er sagt auch, er habe den ganzen trail über nur 4 Menschen gesehen. 
Es war beeindruckend, einen anderen thru-hiker zu treffen. Das bedeutet, der Weg ist schaffbar. Und er hatte sogar wie ich die bunten "dirty girl" gaiters.
Ach schade ich hätte gerne stundenlang mit ihm geredet, aber ich musste los, um meinen 2ten Tagesabschnitt zu schaffen. Wir haben essen getauscht: ich habe ihm ein Festessen geschenkt, boeuf stroganoff und habe von ihm "erbswurst" bekommen, eine Art Erbsensuppe, die man in Scheiben schneiden kann. Ich bin gespannt.
Ich habe mich noch ein ganzes Stück weiter geschleppt und canoe jetzt (auf Stefabs Empfehlung hin) an einem See mit wunderbarer Aussicht. Allerdings war ich erst um 8 hier, jetzt, satt, ge-babywiped und im Schlafsack eingekuschelt, ist es schon halb elf.  Gute Nacht.


Tag 5 - 25 km

Juhuu, heute ging es besser. Meine Schultern schmerzen nur noch wenig, die Blasen unter den Bällen wurden getaped und mein Rucksack ist nicht mehr ganz so schwer.



Schwer ist allerdings der Trail. Bei einer Wahnsinnshitze kämpfe ich mich durchs Gelände. Es ist nicht so krass wie der Finnskogsleden letztes Jahr, aber ich komme dennoch nur langsam voran. 5 Stunden brauche ich für die ersten 15 Kilometer, es ist 13:00 Uhr als ich Sixtorp erreiche. Ich fülle Wasser auf (ich nehme doch nur noch drei Liter mit, bei 4 hab ich immer etwas über.) esse was und leere meine Mülltüte.
Nochmal 4,5 Stunden für die nächsten 10 Kilometer und ich habe mein Ziel für heute erreicht. Ein Campspot am Strand an einem großen See. Es ist voll, etwa 8 Erwachsene und 12 Kinder planschen hier um 19 Uhr noch, am Strand. Sie gucken mich an als wäre ich von einem anderen Planeten. Erst als ich ausgezogen war und im Wasser, haben sie sich an mich gewöhnt. 



Der letzte Abschnitt war sehr schön, die Landschaft ändert sich. Es wird felsiger und bergiger. Die Wälder werden riesig und tief, und dennoch so voller Licht. 
Es war aber auch merkwürdig, ich musste durch ein Wald- und Bergbaugebiet, wo gesprengt wurde. Es war erstaunlich wie gut jeder Waldpfad ausgeschildert ist. Etwa 1 km südlich von mir rissen Explosionen die Felsen auf. Es war sonst ganz still im Wald, alles hielt den Atem an. Bin unbeschadet durchgekommen. 

Heute um 8 habe ich meinen ersten Elch live gesehen. Er stand 15 Meter vor mir. Ich hatte meine Kamera raus und in dem Moment wo ich zielte, sprang er in den Wald und war weg. Kein Foto, aber hui, das war toll.



Tag 4 - 17 km (imagine you ate in the 80's)

Endlich, meine Schmerzen in den Schultern sind besser. Ich bin früh aufgestanden, Kaffee gekocht und eingepackt. Ich fühle mich voller Energie. Um 07:30 ziehe ich los. 
Es ist noch kühl, die Landschaft ist atemberaubend schön, und ich komme gut voran. Um 9 mache ich Frühstückspause. Ich war so lange im Wald, im "grünen Tunnel", dass ich mich mitten auf einer Waldstraße breitmache. Bin am Zähne putzen als plötzlich ein Transporter mit 2 Männern kommt. Sie wollen die Straße auf Passierbarkeit prüfen, meinen sie. Die haben ganz gut gestaunt und ich fühlte mich ans letzte Jahr erinnert, als ich mitten auf so einer Straße mein Zelt aufgeschlagen hatte.
Wir redeten 20 Minuten und sie schenkten mir Kaffee aus der Thermoskanne.
Als ich um viertel nach elf am Etappenziel ankomme, ist es sehr heiß. Die Hotspots unter den Bällen werden nicht besser, ich tape beide Seiten ab. 



Mühsam schiebe ich mich Schritt für Schritt durch kniehohe, trockene und harte Vegetation. Es ist wunderschön, aber durch die windstille Hitze sehr anstrengend. Habe meine Bandana im Nacken, unter dem Sonnenhut. Stehen bleiben in der Sonne ist wie im Bratofen, im Schatten warten Scharen von Mücken.
Für 7 km brauche ich fast 3 Stunden bis ich schon um 14:00 Uhr zum Campspot mit einer Windhütte und einem See komme. Es fällt mir schwer mich zu entscheiden, ob ich noch weiter soll, ich bin so erschöpft. Am Ende entscheide ich mich für einen "Nero" (nearly zero, wo nur ein halber Tag gelaufen wird.) Weil die hotspots unterdessen zu Blasen geworden sind. Morgen muss ich beide Ballen abtapen.
Ich wasche Socken und T-shirt und gehe im See baden. Das Wasser ist wunderbar, ich genieße das tolle Wetter und die schwedische Natur.




Gegen 18 Uhr piept meine Kamera. Die an dem Solarpanel steckt. Zusammen mit meinem Handy. Die Kamera ist ok, ich mache ein paar Fotos und packe alles weg. Mein Handy jedoch: es geht nicht mehr an!! Es ist tot, durchgebrannt? 

Und nun?? Tausend Dinge gehen mir durch den Kopf. Ohne Handy schaffe ich das, mit Karten. Ist halt doof, es gibt keinen Notruf mehr. Und ich muss doch Bescheid sagen...
Ich kann die ganze Sache doch nicht abblasen? Wegen nem Handy???
So ein Mist. Ohne Handy in die Wildnis ist leichtfertig. Entweder abbrechen und zurück, oder hier irgendwo ein Handy kriegen. Örebro ist die nächste "Hauptstadt", wie komme ich da hin und wo kann ich schnellstmöglich telefonieren? Es sind 30 km nach Leken, wo ein Bus fährt und es sind 12 km bis Suttarboda, wo es ein Telefon geben sollte.

Ich war am verzweifeln, als ein älteres Ehepaar aus den 60ern kam, mit 2 Hunden. Ich hab ihm mein Problem erklärt, aber er war nicht sonderlich besorgt. Er sagte zu mir "Just imagine you are in the 80's", grinste und ging wieder. 
Mein Handy übrigens sprang später wieder an. Es war irgendwie vollentladen. Puh, was für ein Schreck.

Also, sollte irgendwann keine Meldung von mir erfolgen, ist nur das Handy kaputt und ich werde trotzdem weiter gehen.

Tag 3 - 23 km

Gestern war ein langer Tag. Ich bin 2 mal fünf Stunden gelaufen. Und bei dieser Hitze muss ich trotzdem Kraft aufbringen, also Kämpfe ich mich durch heiße, trockene und duftende Wälder.

Heute bin ich gegen 9 Uhr los. Es war wieder extrem heiß. Ich trage immer volle 4 Liter Wasser, und meine Schultern kreischen dauernd vor Schmerz. Dafür geht es meinen Füßen gut. Auf den heißen, staubigen Kies-straßen werden sie in den Schuhen zwar sehr heiß, aber ich habe bisher keine blasen! 

Gegen 13:30 komme ich an ein Café am Wegrand. Es gehört einer Deutschen. Ich habe dort mein Wasser aufgefüllt und habe mir eine eiskalte Cola und Waffeln mit Vanille-Eis gegönnt. 
Langsam habe ich mich weitere 10 Kilometer geschleppt. Es ist so heiß, es fällt mir schwer die nötige Energie aufzubringen...aber nützt ja nix. 
Schon um 17:15 Uhr treffe ich auf das Camp, ich gehe heute nicht weiter. An der Windschutzhütte gibt es einen Bach und eine Quelle. Wegen den Mücken habe ich mein Zelt ein paar Meter weiter aufgestellt.





Habe also mich und meine Sachen gewaschen und mir lecker zu essen gemacht. Heute wurden Cabanossi und Zwiebeln angebraten und mit Schinken-Sahne-Nudeln zubereitet. Nun sitze ich vor dem Feuerchen und trinke Jasmin-Tee. Hoffentlich tun meine Schultern morgen nicht mehr so weh...Es soll wieder ein sehr heißer Tag werden aber nachts geht's immer noch auf 10 bis 11 Grad herunter. Also kuschel ich mich gleich in mein Schlafsack und versuche mich auszuschlafen.

Tag 2 - Sonntag - 27,5 km

Um 06:30 aufgestanden und gefrühstückt und in Ruhe eingepackt. Gegen 08:00 war ich fertig. Der Schwede war gerade am aufstehen, also hab ich noch kurz mit ihm geredet, bis ich um 08:30 weiter gezogen bin.
In Tivedstorp Wasser aufgefüllt, ganze 4 Liter. Mein Pack wird dadurch zwar tierisch schwer, aber bei der Hitze hier brauche ich das

Vielerorts ist kein Wind, hinterm Berg oder im Wald. Wenn es dann noch bergauf geht....puh, anstrengend! Dafür duftet der Wald besonders stark.

Meine Weh-wehchen hab ich ganz gut im Griff. Unter den Fußsohlen haben sich bei mir Hotspots gebildet, kein Wunder bei den aufgeheizten Schotterpisten, die ich lang musste. Die habe ich gleich abgetaped. Silkoplast ist schon toll.

12 km weiter (Um 13:30 ) erreiche ich einen Shelter, der so schön ist, dass ich 2,5 Stunden bleibe. Im See gebadet und Haare gewaschen, sowie gut gegessen.was für ein traumhafter Platz. 



Gegen 16 Uhr ging's dann weiter und ich habe ein bisschen gepusht. Leider schmerzte mein rücken immer mehr. Um 19:30 hatte ich immer noch keine Bleibe gefunden, als ich in ein Naturreservat eintrat. Man darf hier nicht zelten. Also noch weiter, bis ich 4 km weiter, um 20:45 total erschöpft einen Shelter finde. 
Das Zelt werde ich heute nicht aufstellen, ich schlafe direkt im Shelter.

Aber erst mal Feuerchen machen , lecker Essen (heute gab's Spaghetti Bolognese von Travellunch. Soo lecker, ist voll seine 7 Euro wert.) und dem Mond zuschauen, wie er seine Bahn über den See fährt.





Tag 1 - 15 km

Ich hatte gestern an meinem Campplatz keine Verbindung....


Um 04:30 denke ich, Mist meine Uhr ist kaputt. Aber nein, tatsächlich scheint um 4 Uhr morgens schon die Sonne. 
Muskelkater an den Schultern und geschwollene Stelle an den Hüften, aber meine Füße sind ok.
Später Start, gemütliches Frühstück. Ich warte auf die beiden, um tschüss zu sagen, und nutze die Zeit mich zu organisieren: Wetterbericht ok, Karten und Strecke ok, meinen Rucksack trail-fertig gepackt. 
Der Ort wo ich übernachtet habe ist so wunderschön. Der See ist spiegelblank und so früh am Morgen ist es still und ruhig, zur Zeit ist gar kein Wind (ich glaube so etwas gibt es in Hamburg gar nicht) und die Luft duftet nach Kiefern. 

Um 10:20 bin ich los, die beiden schlafen noch. Der Trail ist sehr schön, und es ist heiß und windlos. Um 12:00 erreiche ich endlich den Startpunkt des Bergslagsleden. Ich kaufe eine eiskalte Cola, Käse, eine Zwiebel und fülle mein Wasser auf. Nach einer Stunde, geht es los. Der Trail ist sehr gut markiert, in einer wilden Landschaft mit riesigen Felsen so groß wie Häuser. Einmal pro Stunde treffe ich day-hiker, eine 4er Gruppe, 2 Mädels, und ein Typ allein.



Da der weg sehr technisch ist und schwierig, bleibe ich schon um 17:00 Uhr an dem Shelter. Heute geht es nicht weiter. Als ich mir eine Riesen-Portion Essen koche, kommt Besuch. Ein einzelner Schwede wird auch hier übernachten. Sein Zelt steht etwa 100 Meter von meinem entfernt. Der Abend vergeht bei Lagerfeuer und interessanten Gesprächen wie im Flug, erst um 23:00 komme ich ins Bett.





Tag 0, Teil 2 - 18 km


In Skövde bin ich erst um 13 Uhr angekommen, mit 2 Bussen, bin ich zumindest in die Nähe gekommen, aber dennoch musste ich 13 km an der Straße entlang laufen, um an meinen eigentlichen Startpunkt zu kommen. Erst um 19 Uhr war ich da....bin dann noch 5 km durch einen wunderbar riechenden aber Mücken-infizierten Wald gelaufen.
Nun habe ich mein Zelt auf einem hohen Felsen überm See aufgeschlagen und habe endlich (um 22:30) den Sonnenuntergang sehen können.



Hier auf dem Felsen traf ich ein nettes Pärchen, sie aus Mexiko, er ein deutsch-Schwede. Durch ihre Herzlichkeit bekam ich ein Bier, ein Würstchen am Feuer, eine Partie Yatzi und gute Gesellschaft.

Ich bin sehr ko und es tut alles weh, aber ich bin glücklich endlich auf dem Trail zu sein, auch wenn ich mit 8 Stunden Verspätung gestartet bin.

Tag 0: Was ist schon ein Plan? Oder die Reise zur Reise

Man sagt, kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt.
Bei mir war an dieser Reise nur die Anreise detailliert geplant, und mein Plan zerbröckelte bereits vor der Abreise.
Geplant war eine 5-stündige Bahnfahrt nach Kopenhagen, 5 Stunden Busfahrt nach Göteborg, dann einen Regionalzug und -Bus zum Startpunkt.
20 Minuten vor Abfahrt hieß es "der Zug wurde gestrichen"..... Es gibt nur noch die Möglichkeit mit zig mal Umsteigen über diverse Regionalzüge dahin zu kommen, die mich im Laufe der Nacht hinbringen sollten. Meinen Bus in Kopenhagen würde ich niemals erreichen... Ach und die Neue Fahrt durfte ich bezahlen, 100 Euro....nun denn.
Und dann brach das Chaos aus: Hunderte Passagiere wollten nach Kopenhagen, der Regionalzug nach Flensburg überfüllt, und in NMS wurden wir alle aus dem Zug geworfen. Der Folgezug war verspätet, und ich bin jetzt um 21:30 immer noch nicht in Kopenhagen....
Fazit: die Anschlüsse meiner neuen Zugreise, werde ich ebenfalls verpassen und in Kopenhagen gestrandet bleiben.


Um Mitternacht steht es fest, sie bezahlen mir die Übernachtung im Hotel. Ein Bahnmitarbeiter im neon-orangenen Overall bringt mich hinterm Bahnhof ins Rotlichtmilieu von Kopenhagen und ins "First Hotel", das einen sehr luxuriösen Eindruck macht....Statt also im Bus oder im Zelt zu übernachten, sieht meine erste Nacht dieser Reise so ganz anders aus als erwartet:

Also Hotel, und schauen, wie ich morgen weiter komme. Und ich hoffe sehr die Deutsche Bahn zahlt mir das zurück

Die Vorbereitungen laufen und die Spannung steigt

Es sind nur noch 2 Wochen, bis es losgeht!

Ich stecke daher voll in der Planung.
Für die Resupply-Strategie, beispielsweise, habe ich mich entschieden, erst bei 170 km einzukaufen. Dafür muss ich allerdings 8 Tage Essen mitnehmen.
Ich musste mir dafür einen neuen Foodbag kaufen und hab mich für 16 L Drybag entschieden, einen den man einrollen kann, der dann wasser- und luftfest ist. 8 Tage Essen ist schwer. Und nimmt viel Platz ein. Wobei: Platz habe ich ja, nur das Gewicht macht mir Sorgen.
Mein Basisgewicht habe ich auf 8300 Gramm reduzieren können (Ich habe mich entschieden das langärmelige Hemd zu Hause zu lassen. Das waren allein 240 Gramm. Ich braucht auch nicht 30 Not-Streichhölzer mitzunehmen, sondern ein Dutzend reichten auch.) Mit ca 8 Kilo Essen und täglich bis zu 3 Liter Wasser komme ich auf 19,3 Kilo. Das ist mehr als ich will, aber jeden Tag wird der Rucksack ein bisschen leichter :)

Auf meiner Einkaufsliste stehen immer noch Gas, eine kleine Pinzette und eine Nähnadel mit großem Nadelöhr, Multivitamin-Tabletten, Gaze-Kompressen, nebst dem Essen das noch fehlt.

Als Essen plane ich pro Tag 3000 Kalorien (die ersten Tage habe ich noch nicht den Bedarf oder den Hunger, aber ich weiß dass das dann kommt.)
- Eine warme Hauptmahlzeit am Abend (Ich bringe eine gute Auswahl mit: Boeuf Stroganoff, Nudeln mit Schinken und Käse, Rindfleisch mit Champignons, Chili con Carne, Jägertopf, Asiatisch gewürztes Huhn mit Nudeln)
- Mittagessen ist entweder eine "kleine" warme Mahlzeit (Linsensuppe, Spaghetti, Ramen-Noodles) oder Tortillas mit Erdnussbutter
- Frühstück ist reichhaltiges Müsli und eine Handvoll Walnüsse, mit frischem Kaffee
- und dauernd zwischendurch müssen die Snacks herhalten: Snickers, M&Ms, Kekse, Cliff-Bars aus USA, Marabou-Schokolade und diverse Energie- und Protein-Riegel.
- Als Zusätze bringe ich mit: Gewürzmischung, Knoblauch und Salz, Olivenöl zum Kochen, und so ein USA-Wunderpulver für Limonade.
- Und für warme Getränke gibt's diverse Tee-Beutel und ein paar "Belohnungs"-Marzipan-Trinkschokolade-Tütchen von Niederegger :)

Der Rest ist Instandsetzung.
Der Rucksack wurde schon gereinigt und geprüft, fehlt noch das Zelt, das Kochgeschirr und den Wasserfilter auf Funktion und Verdreckung zu überprüfen. Dann müssen Seife, Hand-Sanitizer, Olivenöl, Sonnencreme etc. aufgefüllt werden, der GPS-Track aktualisiert, (Fahr- und Topo-)Karten und Dokumente vorbereitet, digital-Karten gedownloadet, Batterien aufgeladen und die Regenjacke gewaschen werden.

Oh Gott! Nur noch 2 Wochen!!!
:)

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